São Nicolau

São Nicolau war ehemals das geistige und kulturelle Zentrum der Kapverdischen Inseln. Auf der Insel, die ab 1780 Bischofssitz war, wurde 1866 das älteste Priesterseminar Westafrikas gegründet, das zur Keimzelle der kapverdischen Literatur wurde. São Nicolau ist gebirgig und gilt heute noch als Geheimtipp. Nur wenige Besucher verirren sich auf die idyllische, beschauliche und gastfreundliche Insel.

Fläche
Hauptort
349 km² (Rang 5)
Ribeira Brava
Einwohner
Hafen
13.661 (Rang 6)
Tarrafal
Bevölkerungsdichte
Flugplatz
39 Einwohner/km² (Rang 7)
Ribeira Brava
Höchster Berg
Lage
Monte Gordo, 1.312 m (Rang 4)
Barlavento

Ribeira Brava
Der 3.500 Einwohner zählende Hauptort der Insel liegt in einem tief eingeschnittenen Tal. Die Bebauung erinnert teilweise noch an die Kolonialzeit. Die mächtige im 18. Jh. gebaute Bischofskirche Igreja Matriz de N. Senhora do Rosário war einst die größte Kirche Westafrikas. Sie liegt an dem quadratischen Hauptplatz Ribeira Bravas. Im Geburtshaus des Dichters José Lopes da Silva befindet sich heute eine Bibliothek. Im nördlichen Zentrum liegt an der Ribeira Brava ("Wilder Fluss") das alte Rathaus, 200 Meter flussaufwärts das Priesterseminar.

Preguiça
Das kleine Fischerdorf Preguiça liegt 8 km südlich von Ribeira Brava und war seit dem 18 Jh. der Zugang zum Meer für Ribeira Brava. Die Verteidigungsanlage des Ortes wurde 1818 gegen die Übergriffe der Piraten errichtet.

Porto da Lapa
Porto da Lapa liegt an der Südküste der Insel und ist die älteste Siedlung der Insel. Seit 1988 ist der Ort unbewohnt.

Monte Gordo
Im Bergmassiv, das den Westteil der Insel beherrscht, gelegen ist der Monte Gordo der höchste Gipfel São Nicolaus.

Tarrafal de São Nicolau
Der Hafenort Tarrafal ist mittlerweile die größte Siedlung São Nicolaus, besitzt eine Thunfischfabrik und hat einen schwarzen Sandstrand zu bieten.

Praia Branca
Im Nordwesten der Insel etwas im Binnenland gelegen ist der Name Praia Branca ("Weißer Strand") etwas irreführend. Die Siedlung entstand durch die Verlegung des einstigen Küstenortes Praia Branca aufgrund ständiger Piratenüberfälle ins Inselinnere.

Ribeira da Prata
Das grüne "Piratental" Ribeira da P(i)rata liegt im äußersten Norden des Inselwestteils. Hier endet die befahrbare Straße von Tarrafal in den Nordwesten. Ebenso abgelegen und beschaulich ist daher der Ort.